Reiten als Therapie für Kinder
Ich begleite Kinder mit und ohne Beeinträchtigung im Kontakt mit dem Pferd. Im Mittelpunkt stehen Vertrauen, Körperwahrnehmung und echtes Erleben. Jedes Kind darf in seinem eigenen Tempo wachsen.
Monika Emmenegger
Ich arbeite seit vielen Jahren mit Kindern, mit und ohne Beeinträchtigung. Pferde haben mich schon mein ganzes Leben begleitet. Sie öffnen Türen, wo Worte oft nicht ausreichen. In meiner Arbeit geht es nicht ums Reitenlernen, sondern um Begegnung, Vertrauen und kleine Fortschritte, die Grosses bewirken können.
Mein Motto: „Kinder mit Pferden stark machen – ohne Leistungsdruck, aber mit viel Vertrauen.“
Reittherapie
SpielerischesReiten
Familien angebote
Einzelstunden
Unsere Pferde
Robin
- Rasse: Schweizer Warmblut
- Geschlecht: Wallach
- Jahr: 2006
Fengur
- Rasse: Isländer
- Geschlecht: Wallach
- Jahr: 2011
Arsano
- Rasse: Spanier
- Geschlecht: Wallach
- Jahr: 2010
Zagato
- Rasse: Isländer
- Geschlecht: Wallach
- Jahr: 2014
Unsere Hunde
Cappuccino
- Nachname: Von Römerring
- Rasse: Labradoodle
- Geschlecht: Männlich
- Jahr: 2021
Espresso
- Nachname: Von Römerring
- Rasse: Labradoodle
- Geschlecht: Männlich
- Jahr: 2022
Muss eigentlich immer geritten werden?
Muss eigentlich immer geritten werden?
Auch wenn die Begriffe Reittherapie das Reiten im Namen tragen, findet die wertvolle Arbeit keineswegs nur auf dem Pferderücken statt.
Monika Emmenegger
ReittherapeutinI
ch erlebe oft, dass Kinder sich bewusst Zeit im Stall wünschen, um Teil der täglichen Routine zu sein. Sie möchten die Pferde versorgen, füttern, pflegen und bei der Stallarbeit helfen.
Sätze wie „Kann ich heute die Pferdeäppel wegmachen?“ oder „Darf ich das Futter vorbereiten?“ zeigen, wie gross das Bedürfnis nach echter Teilhabe ist. Das Versorgen der Ponys mit allem, was dazugehört, vermittelt den Kindern ein tiefes Gefühl von Geborgenheit und Kompetenz.
Die therapeutische Bedeutung der Stallarbeit
Die Arbeit rund um den Stall ist weit mehr als eine notwendige Pflicht. Sie ist ein integraler Bestandteil des therapeutischen Prozesses und bietet eine einzigartige Plattform für die persönliche Entwicklung. Besonders bei schlechtem Wetter oder in Momenten, in denen das Reiten nicht im Vordergrund steht, bieten diese Tätigkeiten wertvolle Lernfelder:
• Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl werden durch sichtbare Arbeitsergebnisse gestärkt.
• Stress und Ängste werden durch die ruhige, repetitive Arbeit abgebaut.
• Aufmerksamkeit, Konzentration und Durchhaltevermögen werden gefördert.
• Die motorischen Fähigkeiten und die Sicherheit bei der Bewegungsplanung verbessern sich.
• Soziale und emotionale Kompetenzen sowie die Empathie wachsen im direkten Kontakt.
Erdung, Struktur und Selbstwirksamkeit
Die physische Arbeit im Stall erfordert Achtsamkeit und Präsenz. Der Geruch von Heu, das Gefühl von Stroh und die körperliche Betätigung sind sensorische Erfahrungen, die Kinder erden und den Bezug zum eigenen Körper stärken. Die Übernahme von Verantwortung für ein Lebewesen fördert zudem die Selbstorganisation und Disziplin.
Jede erledigte Aufgabe – sei es eine saubere Box oder vorbereitete Futterschalen – vermittelt ein direktes Erfolgserlebnis. Diese Selbstwirksamkeit ist ein unschätzbarer Baustein für den Aufbau von Stabilität und Lebensfreude.
Ein Miteinander auf Augenhöhe
Wenn am Ende alle Pferde zufrieden an ihrem Heu knabbern, spiegelt sich diese Zufriedenheit auch in den Kindern wider. Die Betätigung rund um das Pferd ist pädagogisch genauso wertvoll wie das Reiten selbst. Zudem ist es für die Pferde eine bereichernde Erfahrung, wenn der Mensch nicht nur Forderungen stellt, sondern einfach Zeit mit ihnen verbringt und für sie sorgt.
Die Stallarbeit ist ein essenzieller Baustein meiner Arbeit, um Kinder auf ihrem Weg zu mehr Selbstbewusstsein und innerer Ruhe zu begleiten.
